Geschichte

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Porträt des Nationalsozialismus

Naive Leute glauben, die Königswürde stecke im König selbst, in seinem Hermelinmantel und in der Krone, in seinem Fleisch und Bein. Aber die Königswürde ist ein Verhältnis zwischen Menschen. Der König ist nur darum König, weil sich in seiner Person die Interessen und Vorurteile von Millionen Menschen widerspiegeln. Wenn dieses Verhältnis vom Strom der Ereignisse weggespült wird, erweist sich der König bloß als ein verbrauchter Herr mit herabhängender Unterlippe.

2024-07-21T00:50:38+02:0021. Juli 2024|

Die faschistische Gefahr

Vor 100 Jahren hatten Arbeiter- und Soldatenrevolutionen dem Ersten Weltkrieg und den Monarchien ein Ende gemacht. Der antikapitalistische Flügel dieser Bewegung wurde von reformistisch-nationalistischen Regierungen mit Hilfe von konterrevolutionären Truppen niedergekämpft (aus denen sich dann auch die ersten faschistischen Organisationen rekrutierten). Das Resultat dieser bürgerkriegsartigen Kämpfe waren parlamentarische Demokratien – prekäre politische Überbauten der vordemokratisch organisierten kapitalistischen Wirtschaftsgesellschaft. Als die ökonomische Krise von 1929 diese vorläufige „Stabilisierung“ der Nachkriegs-Verhältnisse ins Wanken brachte, wurde das parlamentarische System durch Präsidialdiktaturen ersetzt, deren letzte 1933 das „Kabinett Hitler“ war.

2024-05-22T17:49:46+02:0022. Mai 2024|

Die Nelken sind verblüht. Zum 50. Jahrestag der portugiesischen Revolution

Agenten der faschistischen Geheimpolizei PIDE ermorden noch vier Menschen, bevor ihre Zentrale von den aufständischen Massen eingenommen wird: Am Morgen des 25.April 1974 besetzt die Bewegung der Streitkräfte (MFA – Movimento das Forças Armadas) verschiedene strategische Punkte in Lissabon und stürzt die 1926 errichtete faschistische Diktatur von António de Oliveira Salazar, dem Führer des Estado Novo. Das Ziel der Bewegung ist die Beendigung der 13 Jahre zuvor begonnenen Kolonialkriege, freie Wahlen und die Einführung einer bürgerlichen Demokratie.

2024-04-06T00:31:39+02:006. April 2024|

Zeitschrift „Ost-West-Gegeninformationen“ 1989 – 2008 nun digital zugänglich

Gemeinsam mit anderen haben Genoss*innen der SOAL als Alternativ-Sozialistisches Osteuropakomitee von 1989 bis 2008 das Magazin Ost-West-Gegeninformationen herausgegeben. In diese Zeitspanne fallen Ereignisse wie der Fall der Berliner Mauer und die dramatische Implosion sowie die Transformation der Sowjetunion und der Warschauer-Pakt-Staaten in "normale" kapitalistische Staaten, die Yugoslawien-Kriege mit dem Zerfall des Experimentes Yugoslawien und vieles mehr. Nun ist es soweit, die Ost-West-Gegeninformationen sind online zugänglich, eine historische Fundgrube - und ein schönes Stück Arbeit! Hier geht´s zum Archiv der Ost-West-Gegeninformationen Im Portal werden zwar noch ein paar Verbesserungen vorgenommen und die ersten beiden Jahrgänge noch ergänzt, aber immerhin... Rückblick: Editorial der letzten Nummer der Ost-West-Gegeninformationen Als Ende 1988 die Idee aufkam, in Graz eine linksalternative Osteuropazeitschrift herauszugeben, kündigten sich in Osteuropa große Veränderungen an: In der Sowjetunion waren die unter Gorbatschow eingeleiteten politischen und ...

2024-03-10T13:15:40+01:0010. März 2024|

Funken der Hoffnung: Die Februarkämpfe 1934 in Österreich

Am 12. Februar 2024 jährt sich zum 90. Mal der Beginn der Februarkämpfe 1934 gegen die Etablierung der austrofaschistischen Diktatur in Österreich. Der Zerschlagung proletarischer Strukturen stellten sich am 12. Februar 1934 bewaffnete Einheiten der Arbeiter:innen entgegen. Dies war der erste bewaffnete Widerstand in Europa gegen die wachsende Zahl autoritärer und faschistischer Staaten.

2024-02-21T14:05:23+01:008. Februar 2024|

Die falsche linke Liebe zu Putins Russland – ein Aufruf zur Aufarbeitung!

Wenn es nur seltsame Einzelfälle wie der Herr Stockinger der SPÖ oder der Herr Murgg der steirischen KPÖ wären. Beide für sich genommen sind ja schlimm genug. Aus Sicht der Autoren dieses Aufrufs liegt das Problem der linken Liebe zu Putins Russland allerdings tiefer. Christian Promitzer und Sebastian Reinfeldt plädieren in ihrem Beitrag dafür, die Fehler und Versäumnisse in der Theorie und in der politischen Praxis zu benennen und aufzuarbeiten. Wegducken gilt nicht!