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Das war der „Abend für Johnny Bunzl“ vom 23. Mai 2022

Liebe Freund*innen von und Interessierte an Johnny Bunzl (John Bunzl 1945 – 2022), Johnny war ein hervorragender internationaler Experte der Situation im Nahen Osten, des Judentums und seiner Traditionen, des Antisemitismus und der Islamfeindlichkeit sowie der internationalen Politik. Er war aber auch zeitlebens ein Aktivist und ein großer Mensch, der viele Menschen zusammengebracht, ermutigt und insbesondere jungen Menschen Türen geöffnet hat. Er hat sich immer für Menschen engagiert, die diskriminiert und ausgebeutet wurden. Johnny war auch ein Kämpfer für die arbeitende Klasse.

2022-06-10T17:18:18+02:003. Juni 2022|

Die Hamas – Verbündete oder Feind?

Ihre Rolle im jüngsten palästinensischen Aufstand von Moshe Machover Die «Islamische Widerstandsbewegung», Hamas, seit 2007 die politisch führende Kraft im Gaza-Streifen, ist eine Widerstandsbewegung. Es gibt keine Symmetrie zwischen ihr und dem Staat Israel, der ein von messianischem Rassismus befeuertes, zionistisches Kolonialregime führt, das bestrebt ist, die «jüdische Vorherrschaft» aufrechtzuerhalten. Aber es handelt sich um eine reaktionäre Widerstandsbewegung, die gegenüber den zwei Millionen Palästinensern ein theokratisches und frauenfeindliches Unterdrückungsregime führt. Hamas ist gewiss keine «terroristische Organisation» – diese Beschreibung trifft eher auf Israel zu, das die palästinensische Bevölkerung immer wieder mit Attentaten und verheerenden Zerstörungen heimsucht. Israel ist auch eine rücksichtslose Atommacht, die eine Gefahr für die ganze Welt darstellt – was man von Hamas nicht sagen kann! «Terrorist» ist ein willkürliches Attribut, das Leuten angehängt wird, die von bestimmten Regime nicht gemocht werden. ...

2021-07-08T23:43:08+02:008. Juli 2021|

Israels Führung hat sich verrechnet

Nach der Provokation auf dem Tempelberg stellt sich die Frage: wer hat ­gewonnen, wer verloren? von ­Moshe Machover* Die mehrfache Provokation der palästinensischen Bevölkerung in Jerusalem Anfang Mai durch israelische Siedler und Polizei hat eine Vorgeschichte. Die Wahlen zur Knesset am 23. März hatten keine Regierungsmehrheit ergeben, sie führten nicht zu dem, was Netanyahu wollte: eine Koalition, die ihm Immunität von Anklagen wegen Korruption und Bestechung verschaffen würde, für die er derzeit vor Gericht steht. Netanyahu hat deshalb versucht, einen «nationalen Notstand» herbeizuführen. Die Spannungen zwischen Israel und dem Iran wurden wieder aufgeheizt, es gab eine Reihe von Attentaten, dazu Provokationen gegen iranische Schiffe im Mittelmeer usw. Die tatsächliche Krise fand dann nicht an der iranischen Front, sondern in Jerusalem statt. Es gibt einige Hinweise darauf, dass sie provoziert wurde, was höchstwahrscheinlich auf seine ...

2021-07-08T23:20:06+02:008. Juli 2021|

Aufruf Israelischer Juden/Jüdinnen „Stoppen wir Israel’s Apartheid!“ Ein offener Brief an die internationale Gemeinschaft

Wir, jüdische Israelis, lehnen die Handlungen der israelischen Regierung ab und erklären hiermit, dass wir uns verpflichten, gegen sie vorzugehen. Wir weigern uns, das jüdische Vorherrschafts-Regime zu akzeptieren und rufen die internationale Gemeinschaft auf, sofort zur Verteidigung der Palästinenser*innen in Gaza, der Westbank, Jerusalem, Galiläa, dem Negev, al-Lydd, Yafa, Ramleh, Haifa und im gesamten historischen Palästina einzugreifen. Jüdische Vorherrschaft ist der Eckpfeiler des israelischen Regimes, und sein beständiges Ziel ist es, das palästinensische Volk, seine Geschichte und seine nationale Identität zu vertreiben und auszulöschen. Dieses Ziel zeigt sich in fortgesetzten Akten der ethnischen Säuberung durch Vertreibungen und Hauszerstörungen, brutaler militärischer Besatzung, Verweigerung von Bürger- und Menschenrechten und der Gesetzgebung einer Reihe von rassistischen Gesetzen, die im Nationalstaatsgesetz gipfeln, das den Staat als "Nationalstaat des jüdischen Volkes" definiert, und nur dieses Volkes. All das bildet ...

2021-06-19T14:04:11+02:0019. Juni 2021|

Israel in Palästina

von Helmut Dahmer (17.4.2009)   I Der asymmetrische Krieg der israelischen Armee gegen das Hamas-Regime im Gaza-Streifen hat im Dezember 2008 und im Januar 2009 mehr als 1.300 Opfer (mindestens ein Viertel davon Zivilisten) gekostet und die ohnehin bescheidene „Infrastruktur“ dieses großen, von Israel seit langem zernierten Flüchtlingslagers demoliert. Eine Verständigung zwischen Israelis und Arabern – denen in Israel, denen in den seit 1967 von Israel besetzten Gebieten und denen in den Nachbarstaaten Israels – scheint unwahrscheinlicher denn je. „Gewinner“ des „Krieges“ sind „Hardliner“ auf beiden Seiten, die nun das große Wort führen. Von einem „Friedensprozeß“ zwischen Palästinensern und Israelis schwafeln nur noch ratlose Politiker, die lieber jahrzehntealte Beschönigungs-Formeln wiederkäuen, als sich mit dem perennierenden Konflikt auseinanderzusetzen, der in den Hamas-Attacken und der darauf folgenden israelischen Strafaktion seinen aktuellen Ausdruck gefunden hat. Alles, was ...

2021-06-09T21:37:57+02:009. Juni 2021|

Elemente zur aktuellen Lage in Palästina und zu weiteren Mobilisierungen der Solidarität

Von Julien Salingue 20.05.2021 Die Ereignisse der letzten Wochen wurden von den meinungsbildenden Medien zu einer bewaffneten Auseinandersetzung zwischen Israel und „der Hamas“ reduziert. Unterschlagen wurde dabei, dass es (wie so oft) eine Geschichte hinter der Geschichte gibt. Der französische Nahostexperte Julien Salingue beschreibt in 25 Punkten die Entwicklung des Konflikts und liefert einige Erklärungen dazu. Weiterlesen unter: https://palaestina-info.ch/wp-content/uploads/2021/05/Julien-Salingue.pdf

2021-06-09T21:38:57+02:004. Juni 2021|

Die Entsorgung der deutschen Schuld

Antisemitische Angriffe sind zu verurteilen – seien sie verbal oder tätlich. Selbst wenn sie ­eine Reaktion auf israelischen Terror gegen die palästinensische Bevölkerung sind von Angela Klein Sie wiederholen spiegelbildlich die nationalistischen Denkmuster, die der Zionismus vorlebt. ­Jeder dieser antisemitischen Angriffe setzt die zionistische Politik der israelischen Führung mit «den Juden» gleich – statt den Schulterschluss mit den Teilen der jüdischen Bevölkerung wo auch immer auf der Welt zu suchen, die von der Politik Israels angewidert, empört und entsetzt sind. Neben Protesten, die hauptsächlich von türkischstämmigen Menschen angeführt wurden, gab es hierzulande in diesem Mai auch gemeinsame palästinensisch-jüdische Proteste. Nationalismus ist ein mächtiges Spaltungsinstrument in den Händen der Herrschenden. Seine Überwindung ist der Schlüssel zur ­Lösung des Konflikts. Es macht eben einen großen Unterschied, ob gerufen wird «Juden sind Mörder» oder «Netanyahu – ein ...

2021-06-03T14:22:10+02:003. Juni 2021|

Israel: „…bis sie auf allen Vieren kriechen“

Im Jerusalemer Stadtteil Sheikh Jarrah leben palästinensische Flüchtlinge seit ihrer ­Vertreibung von Grund und Boden im Jahr 1948. Nun werden sie ein weiteres Mal ­terrorisiert und vertrieben von Yanis Iqbal Im Jahr 1983 sagte Rafael Eitan, Stabschef der israelischen Streitkräfte: «Wir erklären offen, dass die Araber kein Recht haben, sich auf auch nur einem Zentimeter von Eretz Israel niederzulassen … Gewalt ist alles, was sie tun oder jemals verstehen werden. Wir werden die ultimative Gewalt anwenden, bis die Palästinenser auf allen Vieren zu uns angekrochen kommen.» Heute sehen wir die Anwendung solcher Gewalt in Sheikh Jarrah – einem Gebiet im besetzten und illegal annektierten Ost-Jerusalem. Am 2.Mai 2021 hat Israel begonnen, 26 palästinensische Familien gewaltsam aus ihren Häusern in Sheikh Jarrah zu vertreiben. Bei diesen Familien handelt es sich um Flüchtlinge seit der Nakba ...

2021-06-03T14:24:15+02:002. Juni 2021|

Antipalästinensische Gewalt: Israels Rassismus

Von Gilbert Achcar | 26.05.2021 Anti-arabischer Rassismus ist ein wichtiger Teil von Israel. Doch dieser spielt in der öffentlichen Debatte Israels eine viel geringere Rolle als der anti-schwarze Rassismus in den USA. George Floyd wurde vor fast genau einem Jahr, am 25. Mai, in Minneapolis kaltblütig, wenn auch unbeabsichtigt, durch „felony assault“ (einen strafbaren Angriff) ermordet. Nachdem die Nachricht und das Video von seiner Ermordung viral gegangen waren, erlebte das Gebiet Minneapolis-Saint Paul Tage mit gewalttätiger Randale und Plünderungen https://en.wikipedia.org/wiki/George_Floyd_protests_in_Minneapolis%E2%80%93Saint_Paul. Das Ergebnis war die „zweitgrößte zerstörerische Periode lokaler Unruhen in der Geschichte der Vereinigten Staaten nach den Unruhen in Los Angeles 1992“. Man stelle sich vor, der Bürgermeister von Minneapolis hätte den Aufruhr der schwarzen Bevölkerung mit dem Kristallnacht-Pogrom der Nazis 1938 verglichen… Am 28. Mai sagte Jacob Frey, der Bürgermeister von Minneapolis, vor Reporter*innen ...

2021-06-03T14:28:29+02:0027. Mai 2021|

Israel/Palästina: Solidarität mit den Palästinenser*innen gegen die neokoloniale Aggression

In den letzten Wochen haben sich Palästinenser*innen in Jerusalem massenhaft mobilisiert, um ihr Grundrecht ‒ in ihren eigenen Häusern zu leben, in denen ihre Familien seit mehreren Gene-rationen wohnen ‒ gegen die Versuche der israelischen Regierung und extremistischer Siedleror-ganisationen zu verteidigen, sie zu vertreiben und durch jüdische Siedler*innen zu ersetzen ‒ Teil einer Politik, die man nur als ethnische Säuberung bezeichnen kann.

2021-06-03T14:30:23+02:0020. Mai 2021|