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HochspannungsleitungDie Emissionen steigen weiter – und dennoch wird Klimapolitik als Fortschrittsgeschichte erzählt. Tatsächlich erleben wir aber eine fossile Offensive: neue Förderprojekte fossiler Rohstoffe, steigende Investitionen in fossile Energie (etwa Gaskraftwerke), abschwächen bereits beschlossener Regelungen zur CO2-Reduktion. Gleichzeitig werden CCS (Carbon capture and storage), grüner Wasserstoff und technische Manipulationen der Erdatmosphäre als Ausweg inszeniert. Die Botschaft: Keine Sorge, wir müssen nichts ändern, die Technik wird’s richten. Doch diese „Lösungen“ sind energieintensiv, ressourcenhungrig und nur begrenzt umsetzbar. Gerade die letzte COP hat gezeigt, wie sehr an fossilen Interessen festgehalten wird.

Statt der dringend nötigen Energiewende erleben wir einen Energiezuwachs: Erneuerbare kommen hinzu, ohne das fossile Fundament ernsthaft zu verringern. Technische Experimente drohen so zur Absicherung eines Systems zu werden, das seine Grundlagen nicht infrage stellt.

Was bedeutet diese Entwicklung für eine realistische Einschätzung der Klimapolitik? Und welche Strategien braucht es, wenn das Fossile nicht verschwindet, sondern sich neu organisiert – und unser Narrativ einer Energiewende durch technische Chimären als Rechtfertigung dafür vereinnahmt wird.

Vortrag und Diskussion mit Verena Kreilinger
Mittwoch, 25. März 2026 – 19:00 Uhr || Depot | 1070 Wien, Breite Gasse 3


Verena Kreilinger ist Medienwissenschaftlerin, politische Autorin und Akti-vistin mit aktuellem Schwerpunkt Klima und Energie. Sie hat ein Faible für handfeste Sachverhalte – seien es belastbare Daten & Zahlen oder griffige Felswände in den Alpen. Sie ist Redaktionsmitglied der emanzipation – Zeitschrift für ökosozialistische Strategie.