Theorie

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Schweigen und Schuld – Psychologische Mechanismen im Umgang mit dem Genozid in Gaza

Iris Hefets ist in Israel geboren und hat das Land während der zweiten Intifada 2002 aus politischen Gründen verlassen. Sie ist Psychoanalytikerin und arbeitet mit transgenerationalen Traumata, auch mit Kindern und Enkelkindern von Holocaust-Überlebenden. Sie setzt sich für die Rechte der Palästinenser:innen ein und wurde dafür schon unzählige Male zeitweise festgenommen, zum Beispiel wegen eines Schildes mit der Aufschrift »Jews against Genocide«. Sie ist Mitglied der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost.

2026-07-10T02:17:14+02:0010. Juli 2026|

Jürgen Habermas – eine Würdigung. Die Entzauberung rätselhafter Institutionen

Mit Jürgen Habermas ist am 14.März der prominenteste noch lebende Vertreter der Frankfurter Schule gestorben. Er hat ihren kritisch-marxistischen Ansatz weiter entwickelt und sich regelmäßig in die großen politischen Debatten eingemischt – von der Auseinandersetzung mit der Studentenbewegung Ende der 60er Jahre über den Historikerstreit bis hin zur Verteidigung einer republikanischen politischen Identität.

2026-05-04T23:45:20+02:004. Mai 2026|

Zum Tod von Elfriede Müller

„Da politische Kämpfe nicht aus dem Nichts – sondern meistens mittendrin – entstehen, ist es wichtig, die Kette an menschlichen Entscheidungen und ihre Konsequenzen zu betrachten.“ (Elfriede Müller/Wo ist sie geblieben? - Über die ausgebliebene Revolution zu Beginn des 21.Jahrhunderts: Brot & Spiele 4/24, S. 33).

2026-03-19T11:55:39+01:0018. März 2026|

Elfriede Müller (1957–2026)

»Elfriede Müller war leidenschaftliche politische Denkerin, Aktivistin, Internationalistin und sie war eine streitbare Gefährtin und innige Freundin. Mit ihrem Charme hat sie so viele zusammengebracht. Elfi hat gegen den Krebs und für eine gerechtere Gesellschaft gekämpft bis zum Schluss.«

2026-03-02T23:11:27+01:002. März 2026|

Ökologie: Das schwierige Erbe von Leo Trotzki

Es gibt keine Rechtfertigung, Trotzkis technologischen Fetischismus oder seine dominierende Vision der Beziehung der Menschheit zur Natur zu reproduzieren. Eine revolutionären Bewegung muss sich ebenso kompromisslos gegen den Bruch im Stoffwechsel wie gegen die kapitalistische Ausbeutung wenden – zwei Seiten desselben Systems.

2025-11-11T21:32:57+01:0011. November 2025|

Die Straßen von Algier – Erfahrungen des Kolonialismus prägen französische Theorie

Viele bekannte französische Theoretiker:innen der zweiten Hälfte des 20.Jahrhunderts haben auf die eine oder andere Art einen »kolonialen Hintergrund« mit einer konkreten biografischen Realität. Der Historiker und Kulturwissenschaftler Onur Erdur untersucht in seinem unterhaltsamen und bebilderten Essay genau diese individuellen räumlichen Erfahrungen und ihren Einfluss auf die Theorie. Es waren nicht nur die legendären Pariser Bibliotheken, sondern auch die Straßen Algiers und der Strand von Tunis, die den Raum für Theorie bildeten.

2025-10-05T23:07:26+02:005. Oktober 2025|